Erste Lateinische Ausgabe der “Mystischen Stadt Gottes”

Maria de Jesus de AgredaJosé Jiménez Samaniego und Juan de Sendin y Calderon.
Mystica Civitas Dei, Miraculum ejus Omnipotentae & Abyssus gratae . Plurimùm aucta, præmisso imprimìs Prologo Galeato, & vitâ ejusdem Venerabilis Abbatissae. & subiunctis cuilibet Parti Annotationibus . Ex Hispanico & Italico idiomate recens in Latinum fideliter translata, atque in Tres Partes divisa .

680,00 

Nicht im VD 18 Seltene, aus dem Spanischen [erste Ausgabe 1670] erstmalig ins Lateinische übersetzte Schriften mit den berühmten und bis heute umstrittenen mystischen Visionen “Mistica Ciudad de Dios” (deutsch: “Die mystische Stadt Gottes”) der spanischen Franziskaneräbtissin und Mystikerin Maria de Jesus [Maria von Agreda]. – Teil 1 beginnt mit dem Prologus Galeatus des Josephus Ximenius, gefolgt von der Mystica civitas Dei mit den Annotationes des Frater Josephus Ximinez de Samaniego. Die Teile 2 und 3 ebenfalls mit umfangreichen Annotationes verschiedener Autoren. Am Schluß die “Vita venerabilis matris, sororis Mariae a Jesu”. – María de Jesus de Agreda (1602-1665) war eine Visionärin und Äbtissin des Franziskanerinnenkonvents in der spanischen Ortschaft Agreda. Nachdem ihre Familie ihr bisheriges Wohnhaus zu einem Franziskanerinnenkloster umgewandelt hatte, wurde Maria nebst ihrer Mutter und Schwester Nonne dieses Konvents “Von der unbefleckten Empfängnis”. Seit 1627 leitete sie diesen als Äbtissin. Bekannt wurde sie durch ihre Visionen über das Leben der Gottesmutter. Die erste Niederschrift hatte sie aus Angst vor der Inquisition vernichtet. Nach erneuten Visionen schrieb sie das Werk dann doch (in mehreren Bänden) auf. Es erschien 5 Jahre nach ihrem Tod 1670 unter dem Titel “Mistica Ciudad de Dios” in Madrid. Das Werk wurde bereits 1672 von der Inquisition beschlagnahmt, 1686 wieder freigegeben und danach bis ins 19. Jahrhundert mehrfach auf den Index gesetzt bzw. verboten und danach wieder erlaubt. Das Werk ist in der kath. Kirche bis heute umstritten, der bereits 1673 eingeleitete Prozeß zur Seligsprechung ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Sie gilt trotz der Kontroversen als eine der herausragenden Gestalten der spanischen Spiritualität des 17. Jahrhunderts. Abgesehen vom etwas ramponierten Titelblatt wohlerhalten.
Sprache: la

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Artikelnummer: 34892 Kategorie:

Beschreibung

Augustae Vindel. et Dilingae. Apud Joannem Casparum Bencard [Augsburg und Dillingen, Johann Kaspar Bencard], 3 Bände mit je mehreren Teilen in eigner Kollation in einem Band gebunden. 1719.

zus. ca. 1.600 S. mit einem gestochenen Porträt der Mystikerin in einer Schau. Folio, Blindgeprägter Schweinslederband mit Schliessen. [Titelblatt angefranst und mit kleinem Ausriß und min Textverlust, Stat und Vorsatz.

Nicht im VD 18 Seltene, aus dem Spanischen [erste Ausgabe 1670] erstmalig ins Lateinische übersetzte Schriften mit den berühmten und bis heute umstrittenen mystischen Visionen “Mistica Ciudad de Dios” (deutsch: “Die mystische Stadt Gottes”) der spanischen Franziskaneräbtissin und Mystikerin Maria de Jesus [Maria von Agreda]. – Teil 1 beginnt mit dem Prologus Galeatus des Josephus Ximenius, gefolgt von der Mystica civitas Dei mit den Annotationes des Frater Josephus Ximinez de Samaniego. Die Teile 2 und 3 ebenfalls mit umfangreichen Annotationes verschiedener Autoren. Am Schluß die “Vita venerabilis matris, sororis Mariae a Jesu”. – María de Jesus de Agreda (1602-1665) war eine Visionärin und Äbtissin des Franziskanerinnenkonvents in der spanischen Ortschaft Agreda. Nachdem ihre Familie ihr bisheriges Wohnhaus zu einem Franziskanerinnenkloster umgewandelt hatte, wurde Maria nebst ihrer Mutter und Schwester Nonne dieses Konvents “Von der unbefleckten Empfängnis”. Seit 1627 leitete sie diesen als Äbtissin. Bekannt wurde sie durch ihre Visionen über das Leben der Gottesmutter. Die erste Niederschrift hatte sie aus Angst vor der Inquisition vernichtet. Nach erneuten Visionen schrieb sie das Werk dann doch (in mehreren Bänden) auf. Es erschien 5 Jahre nach ihrem Tod 1670 unter dem Titel “Mistica Ciudad de Dios” in Madrid. Das Werk wurde bereits 1672 von der Inquisition beschlagnahmt, 1686 wieder freigegeben und danach bis ins 19. Jahrhundert mehrfach auf den Index gesetzt bzw. verboten und danach wieder erlaubt. Das Werk ist in der kath. Kirche bis heute umstritten, der bereits 1673 eingeleitete Prozeß zur Seligsprechung ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Sie gilt trotz der Kontroversen als eine der herausragenden Gestalten der spanischen Spiritualität des 17. Jahrhunderts. Abgesehen vom etwas ramponierten Titelblatt wohlerhalten.

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