Wilde, Oskar und Otto Pankok.
Wilde, Oscar, Ballade des Zuchthauses zu Reading C.3.3. Deutsche Nachdichtung von Arthur Holitscher.

3.500,00 

Jäger 286–292; Horodisch, Wilde’s Ballad, S. 44; Jentsch 132; Lang, Expressionismus 261 (mit zwei großen Abbildungen auf Seite 187); Rodenberg 451; Nummer XXVII von nur fünfzig Exemplaren der Luxusausgabe, den einzigen Exemplaren, bei denen alle sieben Radierungen ebenso wie das Imoressum von Otto Pankok handsigniert sind. Fünfter Luxusdruck der Orplidbücher. »This imposing quarto volume, beautifully set in 16 point Walbaum Roman, is the only edition of the Ballad to contain expressionistic illustrations. No one averse to expressionism will think the etchings beautiful, but he too will have to admit that they are highly expressive and form a compelling counterpoint to the text.« (Abraham Horodisch). Gedruckt in der Didot-Antiqua bei O. Schmitt, die Radierungen bei O. Felsing. The Ballad of Reading Gaol ist ein Gedicht von Oscar Wilde. Es erschien 1898 und ist Wildes letztes zu seinen Lebzeiten veröffentlichtes Werk. Wilde verarbeitete darin seine Zeit im Gefängnis von Reading, wo er zwei Jahre verbracht hatte, nachdem er 1895 wegen seiner Homosexualität zu harter Zwangsarbeit verurteilt worden war. Auf Deutsch erschienen zahlreiche Übersetzungen und Nachdichtungen, meist unter dem Titel Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading.Den Anlass für das Gedicht bildete die Hinrichtung des 30-jährigen Kavalleriesoldaten Charles Thomas Wooldridge, der zu Wildes Zeit ebenfalls Häftling im Gefängnis von Reading war. Wooldridge hatte aus Eifersucht seine Ehefrau ermordet und war dafür zum Tode verurteilt worden. Nachdem sein Gnadengesuch abgelehnt worden war, fügte er sich klaglos in sein Schicksal, was Wilde beeindruckte. The Ballad of Reading Gaol ist Wooldridge gewidmet und beschreibt die letzten Tage seines Lebens aus der Sicht der anderen Gefangenen. Wilde stellt dabei eine Parallele zwischen der Situation Wooldridges und seiner eigenen her, insbesondere der Unausweichlichkeit, mit der seine Beziehung zu Lord Alfred Douglas (die den Anlass zu seiner Verurteilung gab) in einer Katastrophe enden musste. Oscar Wilde schrieb das Gedicht im Juli 1897, ein halbes Jahr nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Er überarbeitete anschließend sein Manuskript gemeinsam mit seinem Freund und Lektor Robert Ross. Später fügte Wilde noch einige Strophen hinzu. Die erste Auflage, die im Februar 1898 erschien, wurde nicht unter seinem Namen, sondern unter dem Pseudonym „C.3.3.“, der Nummer seiner Gefängniszelle, veröffentlicht. Trotzdem dürfte den meisten Zeitgenossen bekannt gewesen sein, wer der Verfasser war, da Wildes Inhaftierung großes Aufsehen erregt hatte. Das Buch verkaufte sich außerordentlich gut und musste schon nach wenigen Wochen in höherer Zahl neu aufgelegt werden. Erst ab der siebten Auflage im Juli 1899 wurde Wildes Name genannt. Robert Ross, der nach Wildes Tod dessen literarischen Nachlass verwaltete, gab The Ballad of Reading Gaol 1911 erneut in einer Gedichtsammlung in seiner ursprünglichen, kürzeren Form heraus, die er bevorzugte. In heutigen Ausgaben erscheint in der Regel die erweiterte Fassung.
Sprache: de

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Beschreibung

Mit sieben signierten Original-Radierungen von Otto Pankok. Fünfter Luxusdruck der Orplidbücher.

Berlin, Axel Juncker Verlag., 1923.

32,5 : 26,0 cm. 63, [1] Seiten, 7 Radierungen. Handgebundener Original-Ganzpergamentband mit rotem Rückentitel und roter Fileteneinfassung auf dem Vorderdeckel (diese etwas berieben).