Sammlung Königsberger Leichenpredigten von ARTOMEDES.

Artomedes [auch auch Artomaeus, Brotsorg], Sebastian, Simon Behm und Georg Weinrich.
Zwey und zwantzig kurtze und Christliche Leichpredigten/ so bey unterschiedenen Leichenbegengnissen/ in der Fürstlichen Stadt Kneiphoff Königsberg in Preussen gehalten worden Durch den Ehrwirdigen/ Achtbarn und Wolgelarten Herrn M. Sebastianum Artomedem … : Die Materien/ so bey jeder Predigt gehalten/ findet der Christliche Leser nach der Vorrede des Ehrwirdigen Hochgelarten Herrn Georgii Weinrichii, der heiligen Schrifft Doctoris und Professoris, Superattendenten zu Leipzig/ [et]c.

780,00 

VD17 1:022834R; NDB I, 403. BBKL 1, Sp. 49; Sebastian Artomedes, auch Artomaeus, Brotsorg (* 1544 in Langenzenn; † 11. September 1602 in Königsberg (Preußen)), war ein evangelischer Theologe und Kirchenliederdichter.Sebastian Brotsorg immatrikulierte sich 1562 an der Universität Leucorea in Wittenberg. Entsprechend der Gepflogenheit der damaligen Zeit änderte er seinen ursprünglichen Namen und nahm den Gelehrtennamen Artomedes an. 1569 erwarb er den akademischen Grad eines Magisters und wurde bald darauf Rektor der Schule in Crailsheim. 1572 wurde er nach Ansbach als Hofprediger des Markgrafen Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach gerufen. Diesem wurde 1577 die Aufgabe übertragen, als Kurator für den Herzog Albrecht Friedrich von Preußen wegen Schwachsinn die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Mit diesem ging er 1578 nach Königsberg und wurde dort 1589 Pfarrer am Königsberger Dom, mit dem Recht als Primarius alle Geistlichen in Natangen und Samland zu ordinieren. Bereits als Wittenberger Student wurde er mit der Grundrichtung der Philippisten vertraut, deren Standpunkt er zeitlebens vertrat. So war er kein religiöser Eiferer, sondern vertrat einen gemäßigten theologischen Standpunkt, so dass er sich aus den theologischen Streitigkeiten der Konfessionalisierung heraushielt. Besonderen Eindruck hinterließ er in der geistlichen Dichtung und der Kunst der Predigt nach der Maßgabe der humanistischen Rhetorik. Nikolaus von Reusner (1545–1602) krönte ihn zum Poeten. SBB-PK Berlin: Ee 654: Leichenpredigten auf: Eberhard Rogge (gehalten: 23.5.1592), Cordula Heidenstein (gehalten: 24.10.1593), Hedwig Bering (gehalten: 26.11.1594), Sara Brigel (gehalten: 13.06.1595), Johann Camerarius († 1592), Frau Haubitz (1583 ?), Angelus Vicenus (gehalten: 4.12.1579), Matthias Stojus (gehalten: 15.1.1583), Dorothea Hoffmann (gehalten: 6.2.1583), Johann Loius (25.06.1583), Barbara Loius (gehalten: 1.5.1584), Friedrich Scharff (ghealten: 23.1.1589), Jacob Keuter (gehalten: 12.3.1589), Dietrich Montforth († 2.12.1595), Michael Giese (12.3.1596), Siegfried Sincken († 22.1.1597, gehalten am: 25.1.1597), Erasmus Tebel († 7.1.1598, gehalten am: 10.1.1598), Ursula Bering (gehalten 2.4.1600), Christoph Heilsberger († 5.6.1600, gehalten: 7.6.1600), Valentin Preuss von Springenberg († 28.11.1601), Regina Kerste (1602), Johann Decimator (gehalten: 20.5.1602), Drucke von Artomedes sind von größter Seltenheit und bilden gerade im Berich der Leichenpredigten eine biographische und historische Quelle. Papierbedingt gebräunt, erstes und letztes Blatt hinterlegt. Das ansprechende Holzschnittporträt zeigt den Autor im Alter von 58 Jahr, seinem letzten Lebensjahr und ist von Moses Thym.
Sprache: de

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Beschreibung

Leipzig, Schürer, 1609.

[16] Bl., 411 S, mit Holzschnitt Porträt von Artomedes und Holzschnittdruckermarke im Kolophon, [die fehlenden Blätter II und II. der Vorrede sind als Kopie eingebunden]. Quarto, neuer konservatorischer Pappband.