Buber, Martin (Übers.) und Franz Rosenzweig.
Die Schrift. Die Schrift. Zu verdeutschen unternommen von M. Buber gemeinsam mit Fr. Rosenzweig.

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Dahm, S.834f.; Catanne 288; MNE II, 222; Martin Buber und Franz Rosenzweig machten sich in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts an die Übersetzung des Tanachs, der hebräischen Bibel. Die Übersetzung entstand auf Anregung des Verlegers Lambert Schneider, es gab jedoch keinen institutionellen Auftraggeber wie beispielsweise eine Synagogengemeinde oder eine Kirche. Die Übersetzer waren dadurch frei, ihre eigenen Auffassungen vom Übersetzen umzusetzen. Rosenzweig, der „ein der Form des Originals möglichst gleichwertiges Gebilde schaffen“ wollte, äußerte seine Auffassung vom Übersetzen so: „Die Aufgabe des Übersetzers ist eben ganz missverstanden, wenn sie in der Eindeutschung des Fremden gesehen wird. […] Ich werde den Menschen, seinen Ton, seine Meinung, seinen Herzschlag nicht hören. Aber ist denn das möglich? Wird der Sprache nicht mit dieser Aufgabe, den fremden Ton in seiner Fremdheit wiederzugeben, also nicht das Fremde einzudeutschen, sondern das Deutsche umzufremden, etwas Unmögliches abverlangt?“ „Was aber im Sprechen entstanden ist, kann nur im Sprechen je und je wiederleben, ja nur durch [… das Sprechen] rein und wahr aufgenommen werden. […] Schon die hebräische Bezeichnung für ‚lesen‘ bedeutet ‚ausrufen‘. […] auch unsere Verdeutschung der Schrift will ‚ausgerufen‘ werden. Dann nur wird die Ungeläufigkeit ihrer Wirkung nicht zur Befremdlichkeit entarten.“ Die Schrift ist weitestgehend eine konkordante Übersetzung und bedient sich einer dichterischen Sprache. Sie strebt an, den sprachlichen Charakter des Urtextes wiederzugeben, z. B. „Irrsal und Wirrsal“ für „tohu wabohu“. Sie soll „übermitteln, was da steht“, und versucht, die Gliederung der Atemzug- und Sinneinheiten des Originals wiederzugeben. Sämtliche vor dem Krieg erschienenen Bände in ersten Ausgaben. – Ab 1932 erschien die Ausgabe im Schocken Verlag, welcher auch Titelauflagen der bis dahin erschienen Bände herausgab. – Bis heute in ihrer Nähe zum Urtext und ihrer sprachlichen Ausdruckskraft unübertroffene Übersetzung der Hebräischen Bibel. Gutes Exemplar
Sprache: de

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Beschreibung

Berlin, Lambert Schneider [1925-1931] und Schocken Verlag[1932-1937], 15 Bände. 1925-1937.

Originalpappbände.