Bonner Livre d`heure komplett in Kupfer gestochen.

Laukol, Maria Joseph Clemens.
Christlicher Seelen-Schatz Außerlesener Gebetter. Ganz in Kupfer gestochen.

980,00 

Ein Hauptwerk der kalligraphischen Kunst, ganz in Kupfer gestochen. – Rümann 504 – Lanckoronska/Oehler I, 80 u. 100 mit mehr. Abb. – Bonacini 924 – Merlo 479 – Außerordentlich fein geschriebene Gebetssammlung, mit zahlreichen, zierlichen Illustrationen versehen. „Mit Recht bezeichnet Merlo … das Werk als eine der schönsten Leistungen im kalligraphischen Fache, doch nicht nur durch seine Schreibkunst, auch durch den reichen illustrativen Schmuck verdient das Buch höchste Bewunderung“ (Lanck./O.). Kaukol (1688-1733 o. 1734) widmete seinen ‚Seelenschatz‘, sein einziges überliefertes Werk, dem Kurfürsten Clemens August. – Das Exemplar mit dem sonst fehlenden Wappenblatt u. den 3 Widmungsblättern stammt aus einer dem Kurfürsten vorbehaltenen Teilauflage. Clemens August (1700-1761) aus dem Hause Wittelsbach, Bruder Kaiser Karls VII. und Großmeister des Deutschen Ordens, war der letzte und größte Kurfürst, den das bayerische Haus dem Kölner Thron stellte. Seine sowohl für die deutsche Geschichte als auch die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen interessante Tätigkeit wurde in der großen Gedächtnisausstellung in Schloss Augustusburg zu Brühl 1961 herausgestellt. Ganz nebenbei würdigte die Ausstellung den Kölner Erzbischof und Kurfürsten als herausragenden Förderer aller Künste, allen voran der Architektur. Ein Exemplar des ganz in Kupfer gestochenen Gebetsbuchs war auch ausgestellt. – Kaukol war Hofkammerrat, Hofkaplan, Kabinettssekretär und ein außergewöhnlich talentierter Kalligraph. Das hier angebotene Buch hat Kaukol zunächst ganz in Schönschrift geschrieben, dem Kurfürsten gewidmet und dann die Erlaubnis erhalten, es von dem Bonner Kupferstecher Friedrich Fabion vollständig in Kupfer stechen und drucken zu lassen. Erster Druckzustand, kenntlich u.a. a der Initiale Blatt 20 ohne Wolf. Dezente Schabspuren auf dem hinteren Deckel, Stempel verso Wappenfrontispiz.
Sprache: de

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Artikelnummer: 35693 Kategorie:

Beschreibung

Bonn, ohne Drucker., 1729.

128 nn. gestochene Blatt. Mit Wappen-Frontispiz, 1 Haupt- und 9 Zwischentitel sowie 19 figürliche Kopfvignetten, über 50 (11 figürliche) Initialen und zahlr. ornamentalen Zierstücken. Rotes Ganzmaroquin mit reichlicher Rückenvergoldung und Ganzgoldschnitt.